Schwindelerregend

Gestern habe ich in beinahe schon anstößiger Weise das Bestehen von Ähnlichkeiten und Unähnlichkeiten im zoologischen und im sozialen Raum angedeutet. Darf man das überhaupt: Animalisches und Humanisches in einem Atemzug nennen, in einem Gedankengang zusammen denken? Ich finde, man darf es nicht nur, man muss es sogar. Denn nicht nur gilt, dass der Mensch eine spezielle Art von Tier ist, sondern man kann durchaus so weit gehen zu sagen: Tiere sind auch nur Menschen, indem sie teilweise zum Verwechseln einem unserer Ururur … ururur … Großväter oder einer unserer Ururur … ururur … Großmütter ähnlich sehen. Auch ich kann es mir nur schwer vorstellen, aber wenn die Evolutionstheorie recht hat (und wer wollte heute noch daran zweifeln), dann sind wir über eine ununterbrochene Kette von Einzellebewesen als unseren direkten Vorfahren beispielsweise mit irgendwelchen fischartigen Kreaturen verwandt. Zieht man dann noch in Betracht, dass unsere genealogische Linie (die jedes einzelnen von uns heute lebenden Menschen) sich nicht nur im Anorganischen, sondern auch in den Tiefen von Raum und Zeit verliert, kann einem schwindelig werden. Da ist es doch geradezu erholsam, dass im Stadtgarten viele Arten kategorial und räumlich voneinander getrennt vorkommen beziehungsweise den Besuchern präsentiert werden.